Unser SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor, der schon 2017 wegen Rassendiskriminierung verurteilt wurde, hetzt schon wieder gegen Muslim*innen.
Das Schwimmbad les Marécottes im Unterwallis erlaubt Burkinis ausdrücklich - was Addor sauer aufgestossen ist, denn er will sie jetzt in öffentlichen Schwimmbädern schweizweit verbieten. Der Kanton Wallis hat das zwar bereits 2023 deutlich abgelehnt, aber die SVP versucht mal wieder, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.
Dass wir im Jahr 2026 noch solche Debatten führen müssen, ist einfach nur peinlich.
Ein Burkini-Verbot wäre eklig sexistisch, rassistisch und klassenspalterisch. Musliminnen, die ohnehin schon mit sozialer Ausgrenzung und patriarchaler Gewalt zu kämpfen haben, würden systematisch aus unserer Gesellschaft ausgeschlossen - was absolut niemandem ausser der rassistischen Hetze der SVP zugutekommt, die es am einfachsten hat wenn wir uns alle nur mit Angst und Zorn gegenübertreten.
Die SVP hetzt zwei Gruppen gegeneinander auf, die sich beide während einer Hitzewelle nur abkühlen wollen. Damit lenkt sie von der wirklichen Spaltung in dieser Gesellschaft ab, nicht zwischen Muslim*innen und Einheimischen, sondern zwischen denen, die Eintritt zahlen und denen, die davon profitieren.
Feministische Emanzipation bedeutet Selbstbestimmung für alle Frauen – und keine SVP-Kleiderpolizei, die ihnen vorschreibt, was sie anziehen dürfen.
Das ist kein Feminismus, sondern Bevormundung.
Lieber Addor, zeig deinen proklamierten Feminismus nicht in rassistischer Hetze, sondern stimm zum Beispiel mal für die Aufnahme des Femizids ins Strafgesetzbuch.